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Hochschullehre durch Digitalisierung stärken: Erste Förderentscheidung der Stiftung Innovation in der Hochschullehre

 

Mit der Förderbekanntmachung 2020 - "Hochschullehre durch Digitalisierung stärken" möchte die Stiftung Innovation in der Hochschullehre folgende Förderziele begleiten:

  1. Neue innovative Ideen erproben: angereicherte Präsenzlehre, hybride Formen, virtuelle Lehre
  2. Evaluierung und Weiterentwicklung bestehender Lern-, Lehr- und Prüfungsaktivitäten
  3. Übertragung bestehender Lehr, Lern- und Prüfungsaktivitäten in neue Kontexte

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat mit dem Projekt „eSALSA“ - eService-Agentur im Land Sachsen-Anhalt einen Verbundantrag mit der

  • Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg,
  • Kunsthochschule Burg Giebichenstein,
  • Hochschule Merseburg,
  • Hochschule Anhalt,
  • Hochschule Magdeburg-Stendal,
  • Hochschule Harz sowie
  • Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt

auf den Weg gebracht.

Frau Prof. Dr. Nolden ist für die FH Pol LSA Mitantragstellerin des Verbundantrags zur Stärkung der digitalen Lehre der Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt.

Die 8 Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt haben die Implementierung von „Digital Innovation Agents“ (= E-Servicemitarbeitern) zum Ziel. Die gemeinsame Bearbeitung erfolgt in den Kompetenzzirkeln zu den Themen ePrüfungen, Hybridszenarien und Online-Weiterbildungen. Die Fachhochschule Polizei LSA begleitet dabei die beiden letzteren Themengebiete.

Die Projektförderung beginnt zum 01.08.2021. Die Förderlaufzeit beträgt 36 Monate und endet am 31.07.2024.

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Kompetenzzirkel Online Weiterbildung

Die Entwicklung von Online Weiterbildungen bietet für die Fachhochschule eine wertvolle Ergänzung der Präsenzfortbildungen für Lehrende und ermöglicht ein nachhaltiges, individuelles und ortsunabhängiges Lernen.

In den kommenden 2 Jahren entwickelt das eSalsa Team gemeinsam mit Mitarbeitenden der Fachhochschule standardisierte Lernmodule mit polizeispezifischen Inhalten. Diese bieten den Lehrenden eine Unterstützung bei der Erstellung digitaler Lehr-Lernformate. Entstehen sollen z.B. Lernmodule für die Produktion von Lehrvideos (Screencasts), ILIAS-Module und H5P Tools (Interaktives Video, Podcast, Branching Szenario). Die Module werden dann in einem zweiten Schritt mit neutralen Inhalten gefüllt und dem Verbund zur Verfügung gestellt.

Kompetenzzirkel Hybride Lehre

Der Kompetenzzirkel hybride Lehre befasst sich insbesondere mit der Entwicklung und Vorbereitung hybrider Lehrformate. Bei hybriden Lehrformaten werden digitale Angebote mit Präsenzterminen verbunden.
Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Vernetzung der Theorie an der Fachhochschule und der Praxis in den Dienststellen.

Forschung im Projekt

1. Interaktives studentisches Videoprojekt (isV)

Ein erstes Pilotprojekt befindet sich derzeit an der FH Polizei Sachsen-Anhalt bereits in der Umsetzung. Hierbei handelt es sich um ein interaktives studentische Videoprojekt (iSV) im Modul 3.03 (Grundlagen Strafrecht) unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Nolden. Ziel des Projektes für Lehrende ist die Erweiterung der Kompetenz in H5P-Werkzeugen in ILIAS und die Implementierung der Projektergebnisse in das bestehende Lernmodul für zukünftige Semester.

Für die Studierenden ist Ziel, durch das Erstellen und Bewerten gespielter praktischer Fälle in Videos mit Tonaufnahmen, in die Lage versetzt zu werden, bereits im Grundpraktikum unterschiedliche objektive Tatbestandsmerkmale von Körperverletzungsdelikten und Vorsatz und seine Arten besser erkennen und bewerten zu können, als durch die bisher gelösten schriftlichen Sachverhalte. Hierdurch sollen sie frühzeitig ihre polizeiliche Aufgabe nach § 163 StPO realitätsnäher durchführen können. Es geht also um den Bezug vom theoretischen Studium in die Praxis.

2. Interdisziplinäres Lehren und Lernen im Polizeivollzugsdienst

Im beruflichen Alltag von Polizeibeamten müssen ständig Entscheidung im eigenen Handeln getroffen werden. Diese beruhen auf einer rechtlichen Grundlage, die von den Studierenden des Polizeivollzugsdienstes erlernt und angewendet werden müssen. Recht, Sozialwissenschaften, Führungs- und Einsatzlehre und Kriminalwissenschaften arbeiten hier Hand in Hand. 
In diesem Projekt wird die Frage gestellt, wie Studierende dabei unterstützt werden können, die Zusammenhänge zwischen Recht und Kriminalwissenschaften in Ihrem Handeln zu erkennen. Im Rahmen des Moduls 3 „Grundlagen des polizeilichen Handelns in der Kriminalitätsbekämpfung“ werden in der Lehrveranstaltung in einem Design-based-research Ansatz Interventionen in einer Lehrveranstaltung gestaltet, die dieser Frage nachgehen soll. 
Hierzu durchlaufen in mehreren Phasen Studierende einen Sachverhalt im ersten Angriff von der ersten Begehung eines Tatortes bis zur rechtlichen Einordnung und der Bearbeitung ihrer Anzeige. Digital gestützte Reflexionen und Auswertung sollen die interdisziplinäre Kompetenz fördern. Grundlage bilden theoretische Erkenntnisse zum interdisziplinären Lehren und Lernen.

3. Verkehrsrechtsprojekt im Hybridszenario

Dieses Projekt wird Ende des SoSe 2022 hybrid mit Studierenden des Abschlussstudiums der FH Polizei Sachsen-Anhalt in Präsenz und digital zugeschalteten Spezialisten im Verkehrsrecht aus der Polizeipraxis und zwei ortsanwesenden Lehrenden (Herrn Andreas Wichmann und Frau Prof. Dr. Waltraud Nolden) aus unterschiedlichen Fachgruppen zum Thema: „Verteidigerperspektive im Verkehrsrecht – ein Praxisfall“ durchgeführt. Ziel ist es, den Perspektivwechsel (Strafverteidigung und Polizei) vorzunehmen zu können und Verfahrensfehler im Verkehrsrecht besser zu erkennen. Es ermöglicht Spezialisten ortsunabhängig und zeitlich flexibel einbinden zu können und so das Praxisverständnis der Studierenden zu fördern.

4. Projekt Inverted Classroom Model (ICM)

Das sogenannte "umgekehrte Klassenraummodell" (ICM) ist ein Pilotprojekt im SoSe 2022 und schaltet der Präsenzlehre eine Selbstlernphase vor. Konkret im Modul 7.04 (Strafrecht AT bei Prof. Dr. Nolden) sollen sich Studierende im SoSe 2022 selbst Grundlagen mit ganz bestimmten Medien erarbeiten, die sonst in der Präsenzlehre vermittelt werden. Hierzu bekommen die Studierenden ganz konkrete Hausaufgaben. Sie sollen sich bestimmte interaktive Videos ansehen, bestimmte Fundstellen aus der benannten Literatur durcharbeiten und bestimmte Definitionen aus dem zur Verfügung gestellten Definitionskalender lernen.
Die Präsenzlehre wird zum gemeinsamen Üben von Fällen in Gruppenarbeiten genutzt, die für die Polizeipraxis so wichtig sind. Statt zu Hause Fälle zu üben, werden diese nun umgekehrt gemeinsam im Unterricht gelöst. Die am Ende des SoSe 2022 durchzuführende Evaluation soll Erkenntnisse dazu bringen, ob sich das Projekt ICM auch noch für andere (Sub-)Module eignet. Ggf. soll hierzu eine Onlineweiterbildung  durch das eSALSA-Team für Lehrende konzeptioniert und umgesetzt werden.

5. Projekt L.I.D

Mit dem Projekt L.I.D. (Lehre: innovativ und digital) wollen wir einen weiteren Baustein zur Digitalisierung der Lehre und des Lernens an der Fachhochschule Polizei Sachsen-Anhalt legen. Das Projekt ist eine hochschulübergreifende Kooperation zwischen der Hochschule Merseburg und der Fachhochschule Polizei und soll die Stärken der beiden Hochschulen miteinander verbinden.

Im Rahmen des L.I.D.-Pilot-Projektes sollen die Studierenden und Dozenten beider Hochschulen gemeinsam zwei interaktive Lernvideos gestalten und produzieren.

Dafür wird die Fachhochschule Polizei für einige Tage in einen Drehort mit richtigen Filmset verwandelt. Die Beteiligten drehen nun gemeinsam viele unterschiedliche Handlungsstränge und Szenarien. Anschließend kommt das gefilmte Material in die Postproduktion und wird in ein sogenanntes Branching Scenario verarbeitet, welches anschließend auf Ilias hochgeladen und aktiv in die Lehre mit eingebunden werden soll. Dieses sogenannte Branching Scenarios werden anschließend auf Ilias hochgeladen und sollen aktiv in der Lehre eingebunden werden.

Ziel von L.I.D. ist es die vielfältigen Möglichkeiten von digitalen Lerninhalten aufzuzeigen und die Beteiligten zur Produktion weiterer digitaler Lerninhalte zu begeistern. Es wird außerdem eine langfristige Kooperation zwischen den beiden Hochschulen angestrebt um auch zukünftig komplexere Ideen und Projekte umzusetzen.

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Schirmherrschaft Dr. Tamara Zischang

Am 18.06.2022 übernahm die Ministerin für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Frau Dr. Tamara Zischang, die Schirmherrschaft für das Projekt eSALSA. Begleitet wurde dies am Tag der offenen Tür in Aschersleben durch eine eröffnende Rede der Ministerin. 

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Projektteam eSALSA der FH Pol LSA

Kontakt zum Projekt an der Fachhochschule Polizei

 

 

Projektleitung

Frau Prof. Dr. Nolden

Tel.: 03473 960-423

 

Projektmitarbeit

Frau Teresa Fritsch            Frau Claudia Geigenmüller

Tel.: 03473 960 - 543          Tel.: 03473 960-110

 

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